Schützenfest 2018

Schützenfest in Urbach und Fußball Weltmeisterschaft zusammen, bedeuten immer einen etwas veränderten Ablauf des Schützenfestes. Aufgrund des Spiels der Deutschen Mannschaft gegen Schweden hatten wir das Bürgerkönig- und Bürgerköniginnenschießen auf Freitag vorgezogen. Für die Unterhaltung bei Reibekuchen und Schießen sorgte wieder Kölsch Royal, dieses Mal mit einer Premiere: Ihre neue Sängerin, Gaby Jäckel, absolvierte ihren ersten Auftritt mit der Band. Vor Kölsch Royal sollte und eigentlich die Gruppe Rhing Bloot unterhalten, die aber kurzfristig, aus Krankheitsgründen, absagen musste. Hier nochmal ein großes „Dankeschön“ an Helmut „Der Engeln“, der spontan eingesprungen ist. Die Suche nach Kandidaten, die auf die Bürgerkönigswürden schießen wollten, gestaltete sich etwas schwierig, wahrscheinlich auf Grund des veränderten Zeitplans. Schließlich fanden sich aber genügend und wir konnten für Beide einen separaten Vogel ausschießen. Dabei zeigten sich die Männer etwas treffsicherer als die Damen. Mit dem 240. Schuss wurde Erich Ludwig neuer Bürgerkönig. Manche werden ihn eher in einer anderen Funktion kennen, nämlich als Präsident der Fidelen Aujusse. Zum zweiten Mal, nach 2016/17, wurde Gabi Lürtzener Bürgerkönigin 2018/19 (284. Schuss). Bis auf das verlegte Bürgermajestätenschießen folgte der Samstag dem traditionellen Programm. Mit unseren zwei Musikkapellen, dem TC Grün-Weiß Bonn-Oberkassel und den Musikfreunden Köln Nippes, zogen wir zunächst durch Urbach, um unsere Majestäten abzuholen. Anschließend sorgten beide mit ihrem Platzkonzert für beste Stimmung bei den Bewohnern des Altenzentrums. Nun wurde es kurz ernst, denn nach dem Platzkonzert ging es weiter zur Kranzniederlegung mit Großem Zapfenstreich am Bungert. Zurück am Vereinsheim sah man dann nach kurzer Zeit kaum mehr eine Tracht, sie musste dem Deutschlandtrikot weichen. Wer besonders schnell war, konnte die (leider einzigen) Tore der Mannschaft gleich drei Mal bejubeln, unterschiedlicher Übertragungstechniken sei Dank. Sonntagmorgen stand dann zunächst der Festgottesdienst an, bevor es auch für die Schützen das erst Mal um neue Würden ging. Den Start machten unsere Kleinsten auf der Laseranlage, die wir extra im Saal aufgebaut und an den Beamer angeschlossen hatten. Mit 246 Ringen wurde dann Tim Krampitz neuer Bambiniprinz. Nachmittags besuchten uns dann „ein paar“ Leute, um mit uns einen ellenlangen Festzug durch Urbach zu führen. Hier zeigt sich in den letzten Jahren, dass die Arbeit der Bruderschaft doch in Urbach wahrgenommen wird. An immer mehr Häusern sind grün-weiße Fahnen zu finden. Nach dem Festzug unterhielten die Musikfreund Köln-Nippes die Gäste wieder mit einem hervorragenden Platzkonzert. Und wer einmal miterleben möchte, was mit einer Musikkapelle möglich ist, sollte einmal etwas länger bleiben. Da wird nämlich auch einfach mal so der Bierwagen gestürmt und dabei weitergespielt. Nach dem Besuch des urbacher Kindergartens, dem traditionellen Eisbeinessen, und dem Seniorennachmittag stand der Montag wieder im Zeichen der Schießwettbewerbe. Mit dem 242. Schuss setzte sich Jan Dreesbach gegen seine drei Konkurrenten durch und wurde neuer Schülerprinz. Bereits an den vorherigen Tagen wurde die Prinzenwürde ausgeschossen. Da wir hier leider nur zwei Teilnehmer hatten, wurde sie auf normale Scheiben ausgeschossen. Hier wurde Alexander Noé mit 18 Ringen zum zweiten Mal Prinz der Bruderschaft. Ganz entspannt konnten wir dann in das Königsschießen übergehen, war doch schon vorher bekannt, dass wir vier Kandidaten hatten. Am Ende konnte Heinz Jung den entscheidenden 226. Schuss abgeben und wurde 5. Kaiser der Bruderschaft. Auch während des Königsschießens wurden wir super beschallt: Die formierte Gruppe Downstairs sorgte mit Rockmusik der 60er bis 80er für beste Stimmung. Beim Krönungsball konnte der Eine oder Andere unseren 1. Brudermeister dann zum ersten Mal sprachlos sehen. Wurde er doch einfach von unserem „alten“ König und 2. Brudermeister einfach vom Mikrofon vertrieben. Aber wie sollte man seine Auszeichnung denn sonst geheim halten? Zusammen mit Harald Zsambok wurde Wilfried Glaser durch Bezirksbundesmeister Willi Fösgen mit dem Hohen Bruderschaftsorden ausgezeichnet. So ganz fand Harald dann auch nicht mehr zurück in sie Spur. So wollte er die Gratulation schon vor der eigentlichen Krönung durchführen. Allen neuen Würdenträgern wünschen wir ein schönes Regentenjahr und viel Erfolg bei den kommenden Wettbewerben im nächsten Jahr. Abschließend bleibt nur noch allen Helfern, seien es Einzelpersonen oder Vereine, zu danken, denn ohne sie kann man heute kein Schützenfest mehr veranstalten.

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